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VX-13

Max sah immer wieder in den dunklen Raum direkt vor ihm. Dieser Raum machte ihn noch nervöser, als er sowieso schon war. Einzig und allein hinter der alten Kommode, hinter der er gerade kauerte, fühlte er sich etwas sicherer. Hätten er und sein Team nur geahnt, was in diesem Haus lauern würde. "Ein kleiner Auftrag", hatten sie gesagt "Sie müssen nur eine Gruppe von Verrückten erledigen" meinten sie noch. Doch ihnen hat niemand gesagt, wie gefährlich diese Gruppe war. Max schluckte schwer. Er musste durch den dunklen Raum. Das war der einzige Ausgang aus diesem Horror. Aber ihm wäre lieber gewesen, wenn noch jemand da wäre, um seine Rückseite zu schützen. Doch es gab niemanden mehr. Nur noch ihn. Alle anderen waren tot. Umgebacht von diesen Verrückten, diesen...Max wagte nicht, es zu denken, doch es gab keine andere Erklärung. Es waren Vampire. Wie sie sich auf Max' Söldnertruppe stürzte, kurz nachdem sie das Haus betreten hatten, wie sie ihre messerscharfen Zähne tief in den Hals seiner Kameraden rammten und das empor spritzende Blut tranken. Max schauderte bei dem Gedanken daran. Es hatte keine 20 Minuten gedauert bis alle seine Freunde tot waren. Verteilt auf die zwei Ebenen des alten Hauses. Jetzt fing Max an zu überlegen, wie er eigentlich überlebt hatte. Als sich diese Verrückten, diese Vampire, auf sie stürzten hatte Max einfach in die Luft geschossen. Sie waren sowieso zu schnell, um sie durch etwas anderes als Glück treffen zu können. Der Schweiß lief Max über sein Gesicht. Er erinnerte sich daran, dass ein paar seiner Leute versuchten, sich in die zweite Etage des Hauses zu retten, aber kurz danach drangen schon ihre Schreie nach unten. Was danach im Einzelnen passierte wusste Max nicht mehr. Diese Verrückten waren auf einmal verschwunden. Aber es war jetzt auch egal, jetzt war das einzig Wichtige, den vor ihm liegenden Raum zu durchqueren und dieses Haus zu verlassen. Er sah in seinem Magazin nach. "Nur noch drei Kugeln". Was er danach machen würde, wusste Max nicht und er wollte auch nicht daran denken. Max warf einen letzten Blick auf die Überreste von Marc und Alexander, die zerfleischt und fast ohne Blut nur einige Meter von ihm entfernt lagen. Er atmete tief durch und setzte sich dann in Bewegung. "Nur nicht zu schnell, sonst können sie meine Schritte hören", dachte Max "aber wenn ich zu langsam gehe ist die Chance größer, dass sie mich auch so bemerken und dann zerfleischen." Max beschloss, sich in einer Art schnelles Gehen weiter fortzubewegen. Es war in diesem Raum so dunkel, dass er Mühe hatte, nicht gegen alte Sessel oder Tische zu laufen. Dann hörte er sie: Ihre röchelnden Atmungen, das Knarren der alten Bodenbretter, das leise Murmeln untereinander. Die Panik, die Max schon vor inzwischen 30 Minuten spürte, kam wieder hoch. Er rannte nun. Nach einigen endlosen scheinenden Sekunden sah er sie endlich: Die alte Holztür, die er beim Betreten des Hauses hatte aufbrechen müssen. Er wurde immer schneller, sein Herz pochte laut. Max rannte, so schnell er konnte. Die riesige Anspannung fiel von Max ab, nachdem er die Tür durchquert und das Haus verlassen hatte. Eine große Freude stieg in ihm hoch, während er, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren, weiter rannte. Als er endlich das Anwesen mit den bizarren Eichen, die das Grundstück noch zusätzlich einrahmten, verlassen und einen weiteren Häuserblock hinter sich gelassen hatte, hielt er endlich an und atmete schwer. Er konnte es nicht fassen, er hatte es wirklich überlebt. Doch die Freude wurde augenblicklich durch eine große Traurigkeit überschattet. Er hatte sein gesamtes Team verloren, alle seine Freunde. Doch Max wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, denn jemand betrat die Gasse. Sofort hob Max sein Gewehr, bis er erkannte, dass dieser Mann zu seinen Auftraggebern gehörte. Dieser applaudierte langsam. "Eine gute Leistung, Mr. Anderson. Ihr Team hat sich viel besser geschlagen als die letzten Probanten". Max riss die Augen weit auf: "Probanten?! Das war nur ein Test?!" Der Mann verzog keine Miene: "Ja. Versuch VX-13, oder einfach die "Vampire", wurden von uns zu militärischen Zwecken entwickelt. Wir haben sie jetzt in 25 Tests erprobt und dies war ihre Abschlussprüfung" Eine enorme Wut stieg in Max hoch. Er bewegte den Zeigefinger zum Abzug seiner Waffe. Sie wurden nur benutzt. Sein Team war völlig umsonst gestorben. "Nun bleibt mir nur noch eins zu tun", setzte der Mann neu an, unbeeindruckt von Max' Gewehr, das immer noch auf ihn zielte. Er griff in die Innentasche seines Jacketts. "Ich will ihr scheiß Geld nicht", rief Max. Der Mann grinste leicht: "Gut", sagte er und bevor Max wusste, was passierte, spürte er einen stechenden Schmerz in der Brust, sowie eine warme Flüssigkeit, die sich über seinen Bauch ausbreitete. Er starrte den Mann an und sah eine Pistole in seiner Hand. Max war völlig erstaunt. Er hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Er konnte nur noch unverständlich murmeln, dann brach er zusammen. "Es tut mir leid", sagte der Mann ruhig "aber Sie werden sicher verstehen, dass wir keine Mitwisser bei diesem Projekt gebrauchen können" Er steckte die Waffe zurück in die Innentasche seines Jacketts und ging langsam die dunkle Gasse entlang.


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